Zelt

Mein über alles geliebtes Zelt. Ihr habt es sicherlich schon auf zahlreichen Bildern gesehen. Ich bin super zufrieden damit! Es ist leicht, geräumig und hat schon viel mitgemacht. Ich hatte es mir ursprünglich für einen Trip durch die Berge Kirgistans gekauft. Ich sag nur: 4000 Meter Höhe, im Schnee bei Nachttemperaturen von -20°C. Mein Geld hätte ich kaum besser investieren können. Und auch auf dieser Reise möchte ich es nicht missen. Leider nagt auch der Zahn der Zeit daran. Nach hunderte Malen Auf- und Abbauen, Insekten, die sich gern durch den Boden fressen und so manch stürmischen Wetter geht eben auch mal eine Naht auf oder ein kleines Lock muss geflickt werden. Nichts, was man nicht reparieren könnte.

Hersteller KAIKKIALLA, Modell Orava 2

 

 

Es handelt sich dabei um ein Vier-Jahreszeiten-Zelt. Heißt, dass man damit auch im Schnee gut unterwegs ist.

 

Wagen – Karren – Kiste

Der Wagen, den ich hinter mir herziehe, ist sicherlich das auffälligste Merkmal auf meiner Reise. Er ist ein richtiger Eyecatcher. Zu Beginn war es eine Dach-Box welche man auf Autos montieren kann. 400 Liter Fassungsvermögen und allein schon 12 kg schwer. Ein riesen Teil. Macht es so nicht nach. Es geht auch kleiner und smarter aber ich musste eben erst lernen mich zu reduzieren und wirklich nur die wichtigsten Sachen dabei zu haben. Im Bandar Abbas (Iran) war eh die Frage, wie ich das riesen Teil nach Indien transportiert bekomme. Am Ende wäre es wegen Größe und Gewicht Cargo gewesen und damit zu teuer. Spätestens da hatte ich kaum eine andere Wahl als mich zu verkleinern. Der Karren war zu Anfang 140cm breit. Ein ziemlicher Hintern also mit dem man durch die eine oder andere Lücke nicht durchpasst und den Autos bietet es natürlich mehr Angriffsfläche. Da ist die Lösung mit dem Koffer jetzt die wesentlich schmalere, leichtere und sicherere Variante. Der Koffer lässt sich, wenn es darauf ankommt, auch wesentlich leichter transportieren, z.B. in einem Flugzeug.

 

 

Der Rahmen besteht aus 30mm Aluminium-Nutprofilen. Diese lassen sich mit einer kleinen Metallsäge einfach auf die gewünschte Länge kürzen. Mittels Nutsteinen, Schrauben und Winkeln, lassen diese sich dann ganz einfach verschrauben und es ist wirklich sehr stabil. All das Zubehör ist recht günstig z.B. bei Ebay aufzutreiben.

Die Deichsel besteht mittlerweile aus zwei Aluminium-Quadratrohren, 20mm Kantenlänge und mit 3mm Wandstärke. Die Wandstärke sollte keinesfalls dünner sein, da der Wagen beim Gehen immer etwas auf und ab wippt. Aus Erfahrung weiß ich, dass das irgendwann bricht. Auch die Deichsel lässt sich an den Nutprofilen leicht verschrauben. Am oberen Ende sind Ösen verschraubt, in die ich mittels Karabiner meinen Gurt einhänge.

Etwas aufwändiger waren die Winkel für die Deichsel. Anfangs waren die aus 3mm GFK gefräst. Hintergedanke war es, eine Sollbruchstelle zu haben, wenn mal ein Auto gegen meinen Karren rast und ich nicht mitgerissen werde. Es hatte tatsächlich seinen Zweck erfüllt. Nun aber sind auch die Winkel aus 3mm Aluminium. Diese aus GFK waren doch zu weich und kleinste Risse wurden mit der Zeit immer größer bis sie brachen. Irgendwann gingen halt die Ersatzteile aus.

 

 

Die Felgen bestehen ebenfalls aus Aluminium, 24 Zoll. Einfach weil es leichter ist und Stahl spätestens in schwülen, tropischen Gefilden ratz patz rosten und weggammeln würde. Die Bereifung sind SCHWALBE Marathon Plus. Sie werden als „unplattbar“ angepriesen aber ist eben nur Werbung. Ich hatte bestimmt schon 15 platte Reifen aber trotzdem bin ich zufrieden. Man muss sich nämlich fragen, wie viele Platten man mehr mit anderen Reifen hätte. Vielleicht läge ich dann schon bei 40 oder so. Das größte Gift für so einen Reifen, so stelle ich immer wieder fest, ist Draht. Wenn z.B. ein Lkw im Iran oder Indien einen Reifen wechselt, dann lassen sie den alten am Straßenrand liegen und zünden ihn oft noch an. Wer den Aufbau eines Reifens kennt, der weiß, dass da ein Drahtgeflecht diesen verstärkt. Kleine Fasern, hoch fest und stabil. Diese drücken sich dann durch den Mantel. Das war bei mir immer und zu einhundert Prozent die Ursache für einen Platten. Ein kleines Stück Draht im Mantel. Nehmt euch daher eine kleine Zange mit um diesen zu entfernen.

Das Solarpanel ist ganz besonders praktisch. Unterwegs kann ich meine Akkus für Telefon, Kamera oder auch mp3-Player bequem und unabhängig von einer Netzsteckdose laden. Dazu musste aber auch etwas getüftelt werden. Das Panel liefert 20 Watt Leistung (völlig ausreichend und arbeitet auch bei mäßigen Lichtverhältnissen wie starker Bewölkung) bei 12 Volt Ausgangsspannung. Diese muss für USB-Geräte auf 5 Volt runtergeregelt werden. Als alter Freund des Flugmodellbaus verwende ich dazu einfach ein BEC. Am Ausgang des BECs lötet man dann die USB-Kabel mit gewünschten Stecker oder Buchse.

Bekommt ihr alles im Internet oder im nächsten Fachhandel zu kaufen. 🙂

 

Folienplott und Shirt

Sicherlich ist euch seit Ende letzten Jahres das neue Foliendesign auf meinem Koffer aufgefallen. Ein großes Dankeschön für den Folienplott  an Jörg Stöver von SpoWa zum Roß / Sport 2000. Folie zur Verfügung gestellt von Enzmann, Zeitz.

Danke dir auch lieber Jörg für die Funktionsshirts. Sie tun ihre Sache wirklich gut.

 

 

Sandalen

Gelegentlich kommt die Frage „In was für Schuhen läufst du eigentlich?“ oder „Das wievielte Paar Schuhe ist da jetzt schon?“ Seit Beginn meiner Reise trage ich Sandalen der Marke KEEN. Das Modell heißt Newport und ich trage die Variante aus dunkelbraunem Wildleder. Sie sind wirklich sehr bequem, denn wie ihr seht, laufe ich damit auch gern mal 40 Kilometer und mehr am Tag. Seit Siem Reap (Kambodscha) trage ich jetzt das vierte Paar. Das bedeutet, dass ein Paar Sandalen im Durchschnitt eine Laufleistung von mehr als 4500 Kilometern hat. Das ist ein wirklich erstaunlicher Wert.

KEEN unterstützt mich seit letztem Jahr mit ordentlichem Preisnachlass auf sein Sortiment. Dafür danke ich sehr und gebe euch ein dickes HIGH FIVE.

 

 

Okay. Kommt der Schuh an sein Lebensende wird auch nachgeholfen. Wenn die Sole runtergelaufen ist (bei mir passiert das besonders schnell an den äußeren Hackenbereichen) dann wird da einfach Fahrradmantel drunter geflickt. Das hält gute 1000 Kilometer.