Ein gutes Jahr

Das Jahr neigt sich dem Ende. Es war ein sehr glückliches Jahr in dem der Fokus hauptsächlich auf Australien lag aber auch meine Abstecher nach Fidschi, Samoa und zu guter Letzt auch wieder Japan machten dieses Jahr sehr besonders.

Dabei ist es immer gut zu wissen, Rückhalt im Familien- und Freundeskreis zu haben – in Deutschland wie auch in Australien oder Japan. Daher geht ein großer Dank an meine Familie in Zeitz, Schneeberg und Mackay und an meine Freunde, ebenfalls in Zeitz, Jena, Erfurt, Leipzig, Berlin oder wo auch immer sie sein mögen.

Ganz besonders möchte ich auch meine Freunde am Zeitzer Roßmarkt würdigen, die seit Beginn meiner Reise eine Spendenbox in ihrem Geschäft aufgestellt und über die letzten Jahre einen recht stattlichen Betrag für mich gesammelt haben. DANKE!

Eine Bereicherung waren auch die vielen, oft zufälligen Begegnungen auf meinem Weg. Ich habe einige äußerst hilfsbereite Menschen kennengelernt und aus diesen Begegnungen sind auch Freundschaften entstanden. Die Offenheit der Menschen, wenn sie einfach nur mit den Schultern zucken und sagen „Komm rein! Du bist herzlich willkommen.“ berührt mich immer wieder. Und wenn sie am Ende sagen „Du bist hier jeder Zeit wieder gern gesehen. Komm einfach vorbei.“ … Was soll man da noch sagen? Ich denke ich bin glücklich, weil ich mein Glück mit anderen Menschen teile, und dieser wiederum auch das ihre Glück teilen mit mir teilen. Und in der Folge entstehen Offenheit, Aufrichtigkeit, Hilfsbereitschaft und vieles andere mehr, was eben eine Freundschaft so ausmacht.

Euch allen ein glückliches 2020

Happy 2020

Einige haben es sicher schon vor ein paar Stunden mitbekommen, als ich das Profilbild geändert hatte. … Ja, ich bin heute in Neuseeland eingetroffen und habe den Jahreswechsel hier verbracht. Das heißt, dass ich schon seit drei Stunden schon im neuen Jahr angekommen bin. 😄 Liebe Grüße aus Queenstown!
 
 
 

Buschfeuer

Es gibt eine Sache, über die ich in der ich in den letzten Wochen noch kein Wort verloren habe. Ihr habt aber sicherlich in den zahlreichen Berichterstattungen davon Notiz genommen. Es geht um die riesigen Buschbrände in Australien. Ich war noch in Japan, also Anfang November, da entflammten schon die ersten Brände. Es war also gerade erst einmal australischer Frühling, eine Zeit, in der große Brände eigentlich selten sind und viele Leute waren sich da schon sicher, dass dieser Sommer verehrend werden könnte. Sie sollten Recht behalten.

Häuser gehen im Flammen auf und noch trauriger ist, dass Menschen in den Flammen zu Tode kommen. Feuerwehrleute sind im Dauereinsatz und stoßen an ihre körperlichen Grenzen und einige von denen, die freiwillig diesen Dienst verrichten und ihre Gemeinden retten wollen, mussten schon ihr Leben lassen.

Auch um die Tierwelt steht es dramatisch. Ein Großteil der australischen Koalapopulation ist ausgelöscht. Eine Spezies wie viele andere, die sich nicht vor den Flammen retten können und qualvoll sterben.

Koalas, die ihren Wasserbedarf eigentlich nur aus den Eukalyptusblättern beziehen, kommen in Siedlungen um nach Wasser zu suchen. Bilder zeigen, wie sie versuchen aus Wasserschläuchen zu trinken oder wie Radfahrer am Straßenrand entkräftete Tiere mit ihren Wasserflaschen versorgen. Das ist echt hart mit anzusehen. Dieses Land leidet dramatisch unter Trockenheit und Flammen. Und der Sommer hat erst begonnen.

Ich hatte Anfang Dezember ein paar Nächte an der Gold Coast und in Brisbane verbracht. Die Auswirkungen der Brände waren unübersehbar. Die Sonnenuntergänge waren sowas von tief rot. Das hatte ich noch nie zuvor gesehen. Alles andere als romantisch. Es gab Tage, da hatte das Sonnenlicht einen richtig gelben Stich. Bei weitem nicht so schlimm, verglichen mit den Bildern aus Sydney aber dennoch beeindruckend.

Eine Fläche, so groß wie Belgien soll bis jetzt verbrannt sein (Bild 1 zum Vergleich). Das ist enorm und bei einem Blick aus dem Flugzeugfenster erahnt man das weitere Ausmaß. Eine riesige Decke aus grauem Rauch legt sich über die Ostküste und ich kann euch sagen, es geht noch heftiger. Diese Rauchschwaden treibt es mittlerweile bis nach Neuseeland. Auf dem Flug nach Neuseeland zogen wir für lange Zeit an dieser grauen Wolke entlang (Bild 2) und hier in Queenstown, mehr als 2000 Kilometer vom Ort des Geschehens entfernt, ist der Tag in ein eigenartiges Licht gehüllt. Nicht viel aber der Effekt ist unübersehbar. Guckt euch einfach mal Satellitenbilder dazu an. Man macht sich echt kaum bewusst, wie weit wir alle eigentlich davon betroffen sind.

Update: Die weiteren zwei Bilder wurden heute Vormittag (01/01/2020) von einem Aussichtspunkt über Queenstown aufgenommen. Überall ist dieser Rauch. Und wie gesagt, zwischen Neuseeland und Australien liegen 2000km. 😢