Surabaya

Mit Indonesien liegt Asien nun fast schon hinter mir. Heute ging meine Flug von Singapur nach Surabaya, im Osten der Insel Java gelegen. Von hier aus werde ich sieben Wochen das Land erkunden aber so einen richtigen Plan gibt es nicht. Grob sollte es von Java aus über die Inseln Bali, Lombok und Sumbawa gehen aber vielleicht muss ich diesen Plan verwerfen. Einige Teile Indonesiens sind in den letzten Monaten von schweren Naturkatastrophen heimgesucht worden. Das trifft bei meiner Route vor allem auf Lombok zu, dessen Nordteil im August besonders schwer von mehreren Erdbeben getroffen wurde aber auch auf Bali rumort der Vulkan Agung. Na mal gucken was wird.

Ich freu mich auf jeden Fall riesig darauf hier entlangwandern zu können. Es gibt viel zu entdecken und ich bin jetzt schon fest überzeugt, dass ich mich in das Land verlieben werde.

Gardens By The Bay

Flower Dome 

Heute habe ich mich zu einer der Hauptattraktionen Singapurs auf. „Gardens By The Bay“ heißt das Zauberwort und liegt im Süden der Stadt. Zuerst ging es in den Flower Dome. Ein Botanischer Garten  mit einer großen Auswahl an Pflanzen aus zahlreichen Regionen unserer Welt. Und nicht nur oprisch macht es was her. Auch für die Nase gibt es viel zu entdecken.

 

 

Cloud Forest

Gleich neben dem Flower Dome liegt der Cloud Forest. Es heiß wirklich Klotzen statt Kleckern. Kaum kommt man rein, steht man schon vor einem großen Wasserfall. Auch hier ist wieder alles mit tropischen Pflanzen dekoriert. Nur diesmal geht es steil nach oben. Ein wenig schwindelfrei sollte man jedoch sein, möchte man den Himmelsweg beschreiten. Ein atemberaubender Ausblick ist aber sicher.

 

 

Marina Bay Sands

Natürlich kommt man nicht am Marina Bay Sands vorbei, dem Luxushotel schlecht hin in Singapur. Na ja es liegt ein wenig über meinem Budget. Darum habe ich mich doch lieber in einem Hostel im Stadtteil Little India eingenistet. Dennoch habe ich mal in die Lobby geschaut. Die ganze Szenerie kam mir ehr vor wie an einem Flughafen. Eine lange Warteschlange am Check In. Koffer die durch die Halle gezogen werden. Ein buntes Treiben. Berühmt ist es aber wohl für seine Poolanlage auf dem Dach. Ach guckt euch einfach mal die Website an.  Es gibt auch ein Kasino aber bevor ich beim Roulette meine letzten Sinagpore-Doller auf Rot setze, mache ich lieber einen Abflug.

 

Stadtdschungel

Das hier sind ein paar Schnappschüsse von gestern, als ich nach Singapur hineingelaufen bin. Das Erste, was mir wirklich auffiel war, dass Teile dieser Stadt besonders grün ist. Es ist, als würden sich Straßen und Gebäude in den Dschungel integrieren. Dazu kommt noch die Regenzeit, die dem Ganzen noch da passende schwüle Klima gibt. Und hier und da findet man noch ganz besondere Relikte aus der Kolonialzeit. Ein wenig fühlte ich mich daher nach Bombay in Indien zurückversetzt. Auch dort gibt es ein paar Straßenzüge, die dieses Flair aus Stadt und Dschungel aufkommen lassen aber dann eben nicht in diesem Maße wie hier in Singapur.

 

Bergfest

Es ist wohl an der Zeit die Glocke zu läuten! Bergfest, Halbzeit, Mittag, wie auch immer man es nennen mag… Die erste Hälfte meiner Reise ist geschafft. Rund 17.000 Kilometer liegen hinter mir und mindestens genauso viele Kilometer liegen noch vor mir. Es ist ein großartiges Gefühl so weit gekommen zu sein. Danke an alle, die mich bis hierher unterstützt haben! Es gab viele Hürden zu überwinden aber im Ganzen war es bis jetzt ein großartiger Trip und ich bin dankbar für jede Erfahrung.

Kurz noch auf Malaysia zurückblickend, möchte ich mich auch noch bei all den hilfsbereiten und großzügigen Menschen bedanke. Ganz besonders bei Bella und Familie in Alor Setar, die kleine Alyssa in Georgetown, Poytwee in Kuala Lumpur sowie Peggy mit Ehemann Aljan in Malakka.

So… Es kurz nach 12 Uhr Mittags und da ich gestern so kaputt war, sollte ich jetzt endlich mal ein Bier trinken gehen und das hier etwas feiern. 

Den Blick wieder nach vorn

Es war ein trauriger Anlass der mich diesmal in meine Heimat führte. Meine Oma hat ihren letzten Frieden gefunden und nun war es an der Zeit sich ein letztes Mal zu verabschieden. Ich möchte allen danken, die ihre Anteilnahme ausgesprochen haben. Ein großer Dank gilt aber auch denen, die mir in den letzten Tagen und Wochen ihre Tür geöffnet und mich in ihre Arme genommen haben. Mit eurer Liebe und Herzlichkeit habt ihr einen großen Dienst an mir getan und mein Herz leichter gemacht.

Zurück in Malaysia, den Blick wieder aufgerichtet, schau ich auf das was vor mir liegt – die große weite Welt.

Denkst Du, Dass Es Einen Himmel Gibt?

Berlin

Als mein Onkel, nachdem er mich die letzten Monate immer wieder über den Gesundheitszustand meiner Oma auf dem Laufenden gehalten hat, mir letzten Freitag ein Bild meiner ihr sendete, da war klar, dass ich mich beeilen muss, will ich sie noch einmal lebend sehen und mich von ihr verabschieden zu können. Nicht lange zögernd buchte ich gleich noch am selben Abend einen Flug von Singapur in Richtung Heimat.
Gestern Morgen, noch im Hotel in Singapur erreichte mich dann die Nachricht, dass meine Großmutter schon eingeschlafen sei. Jetzt schmerzt es noch umso mehr. Es ist zu spät noch einmal ihre Hand zu halten und Auf Wiedersehen sagen zu können.
 
Dieses Lied heißt Do You Think There’s A Heaven? Denkst Du, Dass Es Einen Himmel Gibt? Für dich liebe Oma gibt es ihn. Da bin ich mir sicher.