Holzklasse

Wer Samoa besucht, der kommt um eine Fahrt in den alten Bussen nicht herum. Das sind noch so richtige Dreckschleudern aber da Geld für moderne Transportmittel knapp ist, werden diese alten Kisten immer in Schuss gehalten. Das Interieur ist schlicht. Man sitzt auf alten Holzbänken. Überhaupt ist die ganze Kabine aus Holz. Und Fenster? … Was für Fenster? Der frische Fahrtwind braust einem ständig um die Nase und sollte es regnen, dann werden entweder Planen heruntergelassen oder man schiebt eine Plexiglasscheibe nach oben.

 

Riesenmuscheln

Das Beste was man hier im Südpazifik machen kann ist wohl Schnorcheln oder (wer will) tauchen. Ich habe ja jetzt schon ein paar Spots erkundet und keiner ist wie der andere. Die Vielfalt von Riffen und deren Bewohner ist einfach nur riesig.

Gestern besuchte ich ein Schutzgebiet für Riesenmuscheln. Gleich in Ufernähe besorgte ich mit Maske und Schnorchel und rein ging es ins Wasser. Gleich zu Beginn machte ich meine erste Begegnung mit einer großen Meeresschildkröte und schwamm ein paar Meter neben ihr her. Meine Gastgeberin sagte mir später, dass nur die glückvollen Menschen eine Schildkröte zu sehen bekommen.

In den mit Bojen abgesteckten Bereich musste ich erst einmal nach den Riesenmuscheln suchen. Irgendwann wurde das Wasser kalt. Ein Bach aus den Bergen mündet in das Meerwasser. Beim Vermischen entstehen viele Schlieren die einem die Sicht schwer machen können. Aber genau hier ist der Platz, wo die Muscheln gut gedeihen. Die ständige Strom an Partikeln aus dem Bachwasser versorgt die Muscheln mit Nahrung die sie herausfiltern.

Die größten Exemplare schätze ich auf eineinhalb Meter Breite. Je nachdem wie das Licht auf sie fällt, schimmern sie in leuchtenden Farben. Ich habe viele Bilder mitgebracht. Ich hoffe sie faszinieren euch genauso wie mich?!

 

Fale

Wieder – oder immer noch – bin ich von der Südsee total begeistert. Die Insel Upolu mit ihren schroffen Bergen hat es mir wohl besonders angetan. Bilder, wie man sie wohl nur aus Büchern und Reiseprospekten kennt. Hier werden Südseeträume wahr.

Mit dem Bus und per Anhalter bin ich heute über die Insel gefahren. Der erste Stopp war am Falefa-Wasserfall. Der Wasserfall selbst war gar nicht so spektakulär aber der angelegte Garten ließ einen Blick in die hiesige tropische Flora gewähren. 

 


Über einen kleinen Bergpass weiter in Richtung Südküste, ist ein Halt am So-Tua Ocean Trench für jeden Inselbesucher ein Muss. Ein tiefes Loch, von Gezeiten und Wellen ausgespült eröffnet ein außergewöhnliches Badevergnügen. Das tieftürkisblaue Wasser steht im Kontrast zu den dunklen Felsen. Vorher muss man sich jedoch eine steile Leiter herunterwagen. Und dann… Ein beherzter Sprung ins nicht wirklich kühle Nass. Hier könnte man den ganzen Tag die Seele baumeln lassen aber ich wollte dann doch noch etwas Strand.

 


Einige Reisende haben mir empfohlen, die Nacht in einem Fale zu verbringen. Das sind kleine, zu allen Seiten offene Hütten. So suchte ich mir ein kleines Fale-Resort und direkt am Strand gelegen, mit einer vorgelagerten Insel, hätte es wohl nicht perfekter sein können. Ein ganz besonderes Feeling hier zu schlafen mit der Meeresbriese um die Nase. Als ich dann heute Morgen meine Augen öffnete und meinen Blick über das Kissen durch das Moskitonetzt auf die Palmen und das Meer richtete, da war alles andere ganz weit weg