Ein ganz spezielles Dessert

Asien ist bekannt für einen Speiseplan, der uns wohl ehr fremd ist und wenig anmutet. Ich sage aber immer „Ich habe ein Land nicht bereist, wenn ich es nicht gekostet habe!“ So landete diesmal eine kleine Schlange und ein Skorpion auf meinem Teller.

 

 

 

 

Auf dem Weg nach Siem Reap

Das Leben hier in Kambodscha ist recht beschaulich. Täglich begegne ich Mönchen auf ihren Morgendlichen Gang um Almosen in Form von Geld oder Nahrung zu sammeln. Irgendwo findet immer eine Hochzeit statt. Gut ist das an bunt geschmückten Zeltkonstruktionen zu erkennen und von weiten schon an der lauten Musik.

Bei Gelegenheit laufe ich kleine Straßen und nichtasphaltierte  Wege. Das wirkt von der Umgebung her einfach ursprünglicher.

Eine kleine Delikatesse habe ich entdeckt. Reis mit ein paar Bohnen, Kokos und Zucker werden vermengt und in ein Bambusrohr gestopft. Dieses wird dann über der Holzkohle erhitzt. Am Ende kann man den Bambus ähnlich wie eine Banane schälen und sich der süßlichen Speise bedienen. Himmlisch!

 

 

Gestern bin ich in Siem Reap angekommen. Was es hier schönes zu entdecken gibt, das zeige ich euch in den kommenden Beiträgen.

Blauer Kasten

Da hab ich nicht schlecht geguckt, als dieser blaue Kasten vor mir hielt. Und die Insassen haben wohl auch nicht schlecht geguckt, als sie mich mit meinem Bollerwagen sahen. Eine deutsches Pärchen, Anja und Chris sind auf mehrmonatiger Reise mit einem eigens um- und ausgebauten Land Rover. Zuvor hatten sie noch ihre Tochter Judith an der thailändischen Grenze eingesackt.

Ein ausgemustertes Bundeswehrfahrzeug sagten sie. Wie viel Arbeit da wohl drin steckt? Auf jeden Fall kann ich mich für diese Fahrzeuge richtig begeistern. Sie sind geländetauglich und man kann sie quasi nicht kaputt kriegen. Wäre vielleicht mal was für meine nächste Weltreise. J

Euch weiterhin eine gute Reise ihr Lieben!

 

Noch ein Stück am Mekong entlang

Von Kampong Cham zog ich noch ein Stück nordwärts, entlang des Mekong. Auf meiner Karte war ein Hindutempel eingezeichnet und den wollte ich mir am kommenden Tag in Ruhe anschauen. So führte mich mein Weg über eine schmale Straße. In den kleinen Dörfern konnte ich so mal wieder ein kleines Stück authentisches Dorfleben erfahren. Kinder kletterten in den Mangobäumen herum, ein Stück weiter zimmerten Männer an einer neuen Behausung, ein kleines Boot zog den Strom hinauf und irgendwo lief französischsprachiges Radio. Viele kleine Erinnerungen und Details, die mir im Gedächtnis bleiben werden.

 

 

Am nächsten Morgen erreichte ich dann den Hindutempel. Mit „In Ruhe anschauen“ war da aber nix. Am Ufer hatten zwei Flusskreuzfahrtschiffe festgemacht und die ganzen Touristen stiegen schon von Bord. In kleinen Bussen fuhren sie an mir vorbei und ich kämpfte mich mit meinen Wagen noch einen kleinen aber steilen Hügel hinauf. Ein buddhistisches Kloster schloss sich dem Hindutempel gleich an. „Okay. Erst einmal dahin wo nicht die Reiseführer mit ihrer Anhängerschaft sind.“ Dachte ich mir. Also rein in die Pagode, wo schon zwei Mönche in aller Stille saßen. Die Beine verschränkt saß ich da nun mit geschlossenen Augen. Einfach etwas Ruhe und Meditation in dieser stillen Atmosphäre. Dann kamen auch schon die Spaßurlauber, laut und ohne Andacht. Ohne zu zucken blieb ich mit geschlossen Augen sitzen während sie sich um mich herum gesellten. Der Reiseführer begann zu erzählen und zu erklären doch ich blendete alles aus. Dann stimmten die beiden Mönche einen Gesang an und anschließend fragten sich die Gäste, was sie ihnen nun spenden sollten? F§%k! Nichts weiter als Folklore hier. Höhepunkt war, als draußen ein paar Kinder saßen und unter ihnen ein junger Mönch (Novize), vielleicht so um die sechs Jahre alt. Der Guckte mich grinsend an und forderte lautstark „Money! Money!“ Den musste ich wirklich mal ernsthaft packen. Da schützt ihn auch seine orangene Robe nicht davor. Irgendwie scheint das hier mit dem Buddhismus und Mönchsein, Bescheidenheit, Maß, göttlichem Anmut, Gebet… keiner wirklich ernst zu nehmen. Das enttäuscht. Wenn ich mich an die Himalaya-Region erinnere, dann herrscht dort ernste Arbeit am Studium und dem Nacheifern buddhistischer Qualitäten.

Ein anderer Punkt hatte mich dann den Tag weiter schon wieder überrascht. Es gibt hier kleine muslimische Gemeinden. Ich hätte es mir vorstellen können aber so richtig erwartet hatte ich es nicht. Das macht das Land dann ein kleinen weinig vielfältiger. 🙂

 

 

 

Wieder am Mekong

Ich ziehe geschmeidig weiter durch Kambodscha. Das Landschaftsbild ist überwiegend von Reisfeldern und Palmyrapalmen geprägt. Hier und da mal noch Banane, Papaya, Cocos oder Kautschuk. Im Gegensatz zu Vietnam, wo die Tempel und Pagoden doch sehr durch chinesischen Baustil beeinflusst sind, erinnert mich hier wieder alles an Thailand.

Die Kinder sind sehr aufgeschlossen und rufen mit ihren kleinen Stimmen immer wieder „Hello! Hello!“ und winken. Da muss ich natürlich immer zurückwinken und sehe dabei in strahlende Gesichter. Es bereitet gerade viel Freude durch diesen Landstrich zu wandern. Es ist nicht viel los und so verschafft es mir viel Ruhe.

Gerade bin ich in Kampong Cham und habe einen alten Bekannten wiedergetroffen, den Mekong. Gut schaut er aus. Irgendwie klarer aber nicht mächtiger als flussaufwärts in Nong Khai.

 

 

Nicht meine Welt

Nicht meine Welt
Ich habe für euch ein paar Bilder aus dem Herzen Saigons. Natürlich ist die Statue Ho Chi Minhs vor dem Rathaus Anziehungspunkt aller Besucher. Erinnert mich etwas an die Bildnisse Lenins.

Ich erwähnte ja schon im letzten Beitrag, dass mich Saigon mit seiner Mischung aus alten und historischen Gebäuden gegenüber modernen Glaspalästen sehr an Bangkok erinnert. Ich hoffe das kommt auf den Bildern gut rüber?!

In dem Stadtteil in dem ich untergekommen bin… Ich erspare euch die Bilder von Pubs und Bars aus denen allabendlich laute Bässe dröhnen. Es ist eben das Rucksacktouristenviertel mit relativ günstigen Hostels. Alle fünf Minuten wird einem eine Sonnenbrille oder Schachtel Zigaretten oder Marihuana zum Kauf angeboten. Frauen im engen Kleid verteilen Flyer für Spa und Massage. Eine drückte mir einen Flyer in die Hand und meinte „Ich liebe dich!“. Ich lächelte sie verlegen an und erwiderte „Natürlich liebst du mich. Du liebst mich genauso wie deine Kollegin fünfzig Meter weiter. Alle lieben mich.“. Das ist einfach nicht meine Welt hier.

Gestern gab ich auch noch für ein vietnamesisches Reise- und Lifestyle Magazin ein Interview und heute habe ich noch die Bilder dazu bekommen.

 

Ein bekanntes Gesicht in Saigon

Es war der 28. November letzten Jahres. Ich war auf der Such nach einem Nachtlager, als mir im geschäftigen Motoradverkehr einer kleinen Stadt unter einem Helm ein weißes Gesicht hervorschien. „Okay, mal wieder Touristen unterwegs.“ Sagte ich mir. Ein paar Minuten später hielt ein Motorrad mit einem kräftigen Franzosen am Lenker und einer kleinen Vietnamesin hinten drauf. „Ob ich Hilfe brauche?“ „Ich suche nur einen Schlafplatz für die Nacht.“ Sie stellten sich vor. Ludowig (oder kurz und auf Deutsch ausgesprochen: Lüdo) und seine Freundin, die sich der Einfachheit halber Lucy nennt. Lüdo ist Flugbegleiter bei Air France und sie arbeitet als Vize-Managerin in einem Gastronomiebetrieb in Saigon.

Nicht lang gefackelt. Man lud mich in das Haus ihrer Eltern ein. Mama hatte gekocht. Es kam dem so nahe, was wir bei uns Gulaschsuppe nennen. Kartoffeln, Möhre und eben Rindfleisch in einem Topf. Maaan war ich happy. Es war einfach sooo gut keinen Reis serviert zu bekommen.

Lucy erzählte von Ihrer Arbeit im Restaurant und lud mich doch glatt auf ein Gratisessen ein. Es gebe gute Pizza und Burger. Ein Angebot, welches ich nie und nimmer abschlagen konnte. „Gut, dann sehen wir uns in Saigon.“ Ich kündigte mich für Weihnachten an aber ich änderte ja meine Route. Nun hatte ich die Einladung wahrgenommen und machte mich auf dem Weg zu ihr. AL Fresco heißt das Restaurant und liegt in einem Stadtteil für die besser betuchten Touristen. Wir freuten und umarmten uns herzlich. Sie zeigte mir die Speisekarte und meinte, ich solle bestellen was und so viel ich will. Es geht aufs Haus. Bei den etwas gehobenen Preisen wollte ich es nicht übertreiben aber sie meinte, seit unserer ersten Begegnung sei ich schmaler geworden. „Okay. Das ist kein gutes Zeichen. Dann den Cheeseburger mit Pommes und danach die Meeresfrüchtepizza mit extra Käse bitte!“

Nun letztendlich ich war pappensatt und geschmeckt hat es eben auch noch fantastisch. Danke liebe Lucy! Du hast bei mir echt was gut.

Den kommenden Freitag kommt noch Lüdo eingeflogen. Da wollen wir uns allesamt noch einmal treffen. Ich freu mich. 😀

 

 

Website Al Fresco’s    Tripadvisor

Saigon

Beste Grüße aus Saigon, oder auch bekannt als Ho-Chi-Minh-Stadt!

Gestern Nachmittag bin ich nun, viele Tage später als ursprünglich geplant, in die Stadt eingekehrt. Mit ihren vielen Flussarmen und Kanälen sowie dem Nebeneinander von alten Wohnhäusern und modernen Gebäuden erinnerte mich die Stadt sofort an Bangkok. Auch die immense Zahl an Motorädern die durch die Straßen jagen bescherte mir einen großen Flashback.

Die zwei Tage zuvor waren nicht gerade angenehm. Auf den Zubringern lärmt der Verkehr, dass der Kopf fast platzt. Ausweichmöglichkeiten auf kleine Nebenstraßen? Fehlanzeige! Auch einen Schlafplatz in den Satellitenstädten zu finden glich einer Lotterie aber da war mir das Glück doch etwas hold.

Nun ist es aber geschafft. Zeit, mich um etwas Papierkram zu kümmern, denn Kambodscha ist nicht mehr weit. Heute Abend gebe ich dann auch noch ein Interview beim MDR SPUTNIK und morgen ist auch noch ein kleines vietnamesisches Reisemagazin an meiner Geschichte interessiert. Ihr seht… VOLL BUSY.