Ich wollte nicht schon wieder über das Wetter schreiben aber es ist eines der ersten Dinge, die einen entscheidenden Einfluss auf die Stimmung haben.
Irgendwie habe ich von Spanien Sonne und milde Temperaturen erwartet. Lag ich da so falsch oder habe ich nur ein schlechtes Jahr erwischt? Es weht ein strenger, eisiger Wind. Dazu noch Regen. Die Temperaturen liegen tagsüber bei 8°C und nachts knapp über dem Gefrierpunkt. Darauf habe ich mich seelisch und moralisch nicht vorbereitet.
Nachts packe ich mich schon dick ein aber friere dennoch und finde ich kaum in den Schlaf. Sich abends noch mit der Wasserflasche duschen? Besser nicht oder wenn dann nur unterhalb der Leisten und oberhalb des Knies. Die Unterhose auswaschen? Die wird bis zum morgen Morgen kein bisschen trocken. Beim Packen am Morgen sind die Fingerkuppen schon ganz taub. Und wieder rein in die nass-kalten Socken. Der erste Schluck Flüssigkeit am Tag ist eiskaltes Wasser. Um auf Temperaturen zu kommen kann man nur schneller gehen. Längere Pausen gibt es nicht. Man kühlt sofort wieder aus. Zu schön, wenn man in ein warmes Café einkehren kann.
Zumindest hatte ich Rückenwind und der hatte mich die letzten zwei Tage je 40 Kilometer geschoben. Heute war nach 27 Kilometern um 15 Uhr in einem Hotel in Munera Schluss. Ab in die Badewanne.
Die kommenden Tage wird es milder. 12 – 15°C, dazu Sonne und der Wind soll nachlassen. Nur die Nachttemperaturen werden noch sehr kalt bleiben. 🫣