Ich bin nicht allein!

Ich bin nicht allein! Vor ein paar Tagen, nach einer eisigen Nacht traf ich morgens auf Joel aus Kalifornien / USA. Ich war völlig überrascht und erfreut, hatte ich bis jetzt immer nur Rad fahrende Weltenbummler angetroffen.
Joel geht langsam auf die 50 zu und meinte, dass er beruflich immer viel mit dem Flugzeug zwischen Amerika, Europa und Asien unterwegs war. Wenn man immer nur aus 10.000 Metern nach unten guckt, stellt man sich eben irgendwann die Frage, wie es wohl da unten ausschaut und wie die Menschen so ticken. Also Job hingeschmissen, sich ein rollendes Zuggefährt zugelegt und los geht‘s solang es die Knochen noch mitmachen. Start war auf Sri Lanka und es ging quer durch Indien und Pakistan. Da öffnete ich schon die Augen weit auf und fragte nach der Sicherheitslage in Pakistan. Er meinte, ich solle das Land meiden (steht auch nicht auf meiner Liste). Er wurde gekidnappt und das sei eine Erfahrung, die man nicht machen wolle. Er hatte „Glück“. Es war der pakistanische Geheimdienst und nach einem halben Tag Verhör mit teils vorgehaltener Waffe sei er wieder auf freien Fuß gewesen aber er hätte auch an die ganz üblen Typen geraten können. Seine Routenplanung sah auch Afghanistan vor aber nach der Story beschloss er die paar hundert Kilometer nach Tadschikistan zu überfliegen.
Weniger psychisch als mehr körperlich belastend muss Usbekistan gewesen sein. Für die 1300 Kilometer bis zur kasachischen Grenze hatte er lediglich vier Wochen Zeit, was einen Schnitt von 46 km/Tag bedeutet hat und das nur durch Wüste. Respekt!
Taffer Typ, auf jeden Fall. Was bei ihm keinesfalls fehlen darf ist die Zigarre.
Folg ihm und lest seine Stories über seinen „The Long Walk Home“ unter der Adresse: 

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Joel… Best wishes!